Überstellung der ehemaligen Voest-Werkslok von Linz nach Vordernberg

Die im Frühjahr erworbene dreiachsigen Diesellok 603.10 wurde am 28.07.2017 im Schlepp eines Erzzugs von Linz nach Eisenerz bis zum Beginn der Vereinsstrecke befördert. Am 29. Juli 2017 gelang dann die Überfahrt nach Vordernberg: zum ersten Mal seit sieben Jahren befuhr die Lok zusammen mit einem Bremswagen die Nordrampe!

Freischnitt 2017

Im Zuge der weiteren Befahrbarmachung wird heuer das Hauptaugenmerk auf die Beseitigung des Aufwuchses und die Schaffung eines Lichtraumprofils zwischen Krumpental und Bhf. Erzberg gelegt. Bereits letztes Jahr (2016) konnte eine Verbesserung vom Beginn der Strecke bis km 2,1 und zwischen Linsbachgraben (km 6,25) und dem Durchlass Reichsteinweg bei km 6,75 erzielt werden. Die Konzentration liegt somit auf den dazwischenliegenden rund viereinhalb Kilometern. In zahlreichen Arbeitseinsätzen konnte bis Anfang Juli die Vegetation soweit zurückgedrängt werden, dass nun die Schienenprofile vor allem im Bereich der sanierten Stellen (beim Linsbach und bei km 2 im Krumpental) gesäubert werden können. Der zusätzliche Durchlass vor dem Linsbach bei km 6,2 wurde mit Steinschlichtungen berg- und talseitig gesichert.

Arbeitsfortschritt Nordrampe 2016

 

Sanierung Reichensteinweg km 6,746 im Mai / Juni 2016

Der infolge einer Hangrutschung 2012 beschädigte Durchlass Reichensteinweg bei Kilometer 6,746 konnte im Juni 2016 originalgetreu wiederhergestellt werden.

Gerinneverlegung km 2,0 (15.10.16.-6.11.2016)

Durch den unermüdlichen, mehrwöchigen Einsatz von Jürgen Herk konnte im Herbst 2016 die permanente Problemstelle bei km 2 soweit stabilisiert und bereinigt werden, dass nun der Wasserandrang aus dem ehemaligen Retentionsbecken bei km 2,1 über den gemauerten Entwässerungsgraben entlang der Stützmauer zum Durchlass bei km 2,0 geleitet wird.

 

Nachbesserung bei km 6,2 im November 2016

Durch die Verklausung des Linsbachs bei km 6,25 hatte sich bis Sommer 2015 ein rund 50 m langes Rinnsal seinen Weg entlang der Geleise gebahnt, das schließlich bei km 6,2 einen knapp 2 m tiefen Kolk im Gleiskörper bildete. Nach der Räumung des Durchlasses Linsbach im November 2015 und der Verfüllung des Kolks im Dezember 2015 wurde nun im Herbst 2016 ein zusätzliches Stahlrohr DN 1000 für die Ableitung des Wasseranfalls (nach Starkregen) eingezogen.

 

 


Rückblick 2015 / Ausblick 2016

Stand 04.05.2016

 

Die geglückte Übernahme des Abschnitts Vordernberg Süd – Vordernberg Markt Ende 2014 sicherte nicht nur den Fortbestand der Erzbergbahn, sondern eröffnete auch neue Zukunftsperspektiven. Endlich konnte auch die Sanierung der Nordrampe zwischen Bahnhof Erzberg und Krumpental angedacht werden, die seit den Murenabgängen 2010 und 2012 unbefahrbar ist. Nach der Räumung des Materials bis auf Schienenoberkante (sowohl bei km 6,4* durch Karl Pitzer-Tiefbau im Jahr 2012 als auch im Krumpental bei km 1,9) hatte die Freilegung von Durchlässen oberste Priorität. Denn sowohl beim Linsbachgraben (km 6,25) als auch im II. Sauerbrunngraben (km 5,852) gingen die Rinnsale direkt über die Gleise; die Folgen waren massive Unterspülungen und Auskolkungen im Bereich des Bahnkörpers. Im Zuge von insgesamt 6 Arbeitseinsätzen mit schwerem Gerät im November und Dezember 2015 konnten die Wässer in ihr ursprüngliches Bett zurückgeleitet werden, wobei der Durchlass Linsbachgraben ohne den Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Eisenerz nicht vom Schlamm befreit werden hätte können. Besonders aufwendig war die Räumung des II. Sauerbrunngraben, da die Lage des 3 Meter tief verschütteten Durchlasses nicht exakt bekannt war. Nach mehreren Grabungen und wiederholten Neuvermessungen konnte schließlich das komplett neu angelegte Bachbett in das freigelegte Bauwerk geleitet werden.

 

Nach diesen ersten Stabilisierungsmaßnahmen werden heuer die Gleisverwerfungen samt Portalsanierung beim Reichensteinweg (km 6,75) bis Juni abgeschlossen sein; parallel dazu wurde bereits begonnen, den Streckenbeginn im Krumpental ab dem Sperrschuh (km 1,44) bis zum Klammwaldtunnel (km 2,65) vom Bewuchs zu befreien. Um dem Lückenschluss näher zu kommen, werden auch weiterhin alle helfenden Hände benötigt; was wir bieten können, sind Erfolgserlebnisse -und die Perspektive, daß die Erzbergbahn wieder von Vordernberg nach Eisenerz fährt.

 

Kontakt:

Kevin Katzbauer

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Wolfgang Stritzinger

wolfgang.stritzinger@chello.at

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