..das war der Werkstättentag vom Gründonnerstag...

Am Gründonnerstag war wieder ein Werkstatttag im Heizhaus.

 

Die nächste Saison rückt immer näher. Die Temperaturen sind mild. Der Winter bescherte uns nicht sehr viel Schnee. Am Gründonnerstag sind einige Erzbergbahner angerückt um unseren Schienenbussen wieder Leben ein zu hauchen. Unsre Plan war zwei Wagen betriebsfähig aufzurüsten. Wir hatten uns viel vorgenommen. So ein Schienenbus hat immens viele Schmiernippel und Ölbehälter. Jeder Schmiernippel muss versorgt werden. Und wenn dieser verstopft ist....., herausschrauben, einen neuen suchen und einschrauben. Diese verflixten Dinger, meist und gerade die verstopften, sind an Stellen wo man nur mit einer zweifachen Winkelhand dazu kommt. Unser Spezialist Manfred findet sie alle, auch wenn sie noch so versteckt sind und trägt sie in die Liste als abgeschmiert ein. Dieses Jahr hat er sogar Nippel gefunden die gar nicht in der Liste waren. Joachim war für die Wasserverschraubungen zuständig. Davon gibt es auch eine ganze Menge. Im Winter wird das Kühlwasser wegen der Frostgefahr ja abgelassen. In Vordernberg kann es ja ganz schön kalt werden. Der nächste Schritt ist das Kühlwasser füllen. Verdammt, da tropfen einige, ausbauen, neu abdichten, endlich alles dicht. Franz hat die Batterien geladen. Also hinein mit den 8 Akkumulatoren. Ganz schön schwer die Dinger. Am frühen Nachmittag kommt endlich die Meldung, 564 kann gestartet werden. Und was ist mit der Druckluft?? Kompressor starten, Druckluftschlauch anschließen. Eigentlich sagen die Eisenbahner zum Kompressor Luftpresser. Alle horchen aufmerksam ob es wo pfeift. Alles dicht. Druckluft ist sehr wichtig. Die Bremsen arbeiten mit der Druckluft. Die Erzbergbahn hat ja bis zu 71 Promille. Da müssen alle Bremssysteme perfekt sein. Die Magnetbremse wird noch geprüft. Thomas startet die Motoren. Unwillig ruckeln sie an. Hätten wohl noch gerne Winterschlaf gehalten. Doch bald melden mit gleichmäßigem Brummen dass sie bereit sind. Raus auf die Drehscheibe. Die Drehscheibe wurde vor zwei Wochen ja repariert und gewartet und ist für die heurige Saison gerüstet. Eine kurze Drehung und wir stehen auf der Geraden. Der Mann an der Drehscheibe gibt mit der Hupe das Signal dass die Bolzen eingerastet sind. Es kann los gehen. Raus auf den Stutz, die Weiche wird gestellt, es kann los gehen. Kurz vor dem Präbichl stellt sich ein Motor wegen Kühlwasserübertemperatur ab. Das darf bei knapp 90 Grad nicht sein. Da muss noch der Temperaturfühler nach gestellt werden. Also nicht wirklich ein Problem. Bei der Talfahrt werden alle Bremssystem ausprobiert. Alles in Ordnung. Zurück ins Heizhaus. Nun kommt der Wagen auf Stand 5. 564 wird von Ewald mit der Heizhausdraisine auf Stand 4, die Arbeitsgrube, rangiert. Das gleiche noch einmal von vorne. Am Abend kommen wir mit dem 564 wieder ins Heizhaus. Alles in Ordnung. Es war ein guter Tag. Zwei Wage betriebfertig, tauglich, wie wir Eisenbahner sagen, das wird auf der Tafel vermerkt. Die Arbeitszettel gehen in die Ablage, damit man auch zu einem späteren Zeitpunkt weiß was alles gewartet wurde.

Ein kleines Tratscherl noch, ein Schluck Bier, die Dämmerung bricht an. Alle Türen zu, absperren. Frohe Ostern, Frohe Ostern, auch zu Hause, bis bald, so werden noch Worte gewechselt. Mit der Dunkelheit kehrt wieder Ruhe ein im Heizhaus.