Der Schienenbus

Nach diversen Vorschlägen wurde am 22.6.1971 eine Probefahrt mit einem Uerdinger Schienenbus der Baureihe BVT 5081 zwischen Vordernberg und Präbichl durchgeführt. Man wollte den teuren Dampfbetrieb durch etwas Kostengünstigeres ersetzen.
Dieser "Pionier" auf der Erzbergbahn befindet sich heute beim Bahnhof Eisenerz. Er hat allen Ingenieuren gezeigt, dass eine Bewältigung der Strecke über den Erzberg auch ohne Zahnradantrieb möglich ist.

Aus diesem Grund wurden ab 1.9.1971 die Pendelzüge zwischen Vordernberg und Vordernberg-Markt mit Triebwägen dieser Baureihe 5081, vorerst mit vier Garnituren, geführt. Da dieser Streckenabschnitt nur zwei Kilometer lang ist, genügten die vorhandenen Bremseinrichtungen, zumal die Schienenbusse serienmäßig über eine Magnetschienenbremse verfügten.Ab 29.7.1974 hat sich der doch etwas eingeschränkte Bewegungsraum des 5081-ers erheblich vergrößert - es ging nun über den Präbichl und den Erzberg nach Eisenerz hinüber. Der Fahrzeugstand wurde auf sechs Stück erhöht, sämtliche Maschinen erhielten Zusatzeinrichtungen (zweiter Batteriesatz, Motorstaubremse, Geschwindigkeitsüberwachungsgerät).
 

Die sechs Schienenbusse wurde aber nicht nur umgebaut, sondern auch umgetauft:

5081.560-565


Nach Einstellung der Erzbergbahn Mitte des Jahres 1988 (siehe Geschichte) hat der Verein Erzbergbahn erstmals zugeschlagen - und zwar kein Jahr später: 1989 ging der erste Schienenbus ins Vereinseigentum über - der 5081.564. Unsere "Haus- und Hof-Bastler" brachten ihn in einen betriebssicheren und optisch ansprechenden Zustand.

Der Eröffnungszug wurde am 23.6.1990 mit eben diesem Schmuckstück als auch mit dem von der ÖBB geliehenen 5081.561 geführt. Im Jahr 1990 wurde dann auch der zweite Triebwagen, 5081.563, angekauft, und unsere Bastler brachten auch diesen auf Hochglanz.

Zusammen mit den beiden wiederum geliehenen 5081.561 und 565 hatten die beiden "Vereinsschmuckstücke" im Jahr 1991 ihren großen Auftritt: im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten "100 Jahre Erzbergbahn" wurde nämlich eine Schienenbussonderfahrt veranstaltet.

Der 5081.565 hat dabei anscheinend einen solch' guten Eindruck hinterlassen, dass er gleich im selben Jahr aufgekauft wurde, ebenso der 562er.

Wenn wir uns wegen der vielen vorangegangenen Zahlen nicht verrechnet haben, fehlen jetzt noch zwei von den "glorreichen Sechs" - 5081.560 und 561. Ersterer wurde nach einem Unfall ausgemustert und verschrottet (Schluchz!). Der 561er wurde zwar vom Verein zwei Mal angemietet, man konnte sich aber aufgrund des schlechten Zustandes nicht zum Kauf durchringen. Die ÖBB hat ihn schließlich nach Deutschland verkauft.

Wenn Sie jetzt unsere Schienenbusse in "Action" erlebenwollen, besuchen Sie unsere Fotogalerie.