Ist das der Anfang vom Ende ?

Eine Chrnologie zum Streckenabschnitt Trofaiach - Vordernberg Markt

Der Bestand der Erzbergbahn

Das Heizhaus und die Gleisanlagen der Strecke über den Präbichl sind Eigentum des Vereines Erzbergbahn. Die Erzbergbahntrasse beginnt kurz nach dem Bahnhof Vordernberg Markt und endet in Krumpental kurz vor Eisenerz. Das Heizhaus, mit den Werkstätten und den sieben Fahrzeugremisen, ist ebenfalls Eigentum des Vereines Erzbergbahn.

 

Im Heizhaus stehen unsere Fahrzeuge die da sind:

  • Vier betriebsfähige Triebwagen vom Typ 5081 mit Steilstreckenausrüstung, mit 2 x 150 PS
  • Zwei betriebsfähige Motorbahnwagen auch Draisinen genannt vom Typ X616 mit 35 PS
  • Ein betriebsfähiger Motorbahnwagen vom Typ X626 mit 100 PS
  • Ein Motorbahnwagen vom Typ X626 mit 100 PS mit Steilstreckenausrüstung der gerade restauriert wird. (Leihgabe)
  • Ein betriebsfähiger kleiner Kran, auf einem Flachwagen montiert
  • Ein betriebsfähiger großer Kran mit Seilwinde, auf einem Flachwagen montiert
  • Ein Salonwagen in Privatbesitz der von der Erzbergbahn genutzt werden kann
  • Ein Unkrautspritzwagen mit dem die Strecke von Bewuchs frei gehalten wird. Es werden nur biologisch abbaubare Spritzmittel verwendet
  • Zwei betriebsfähige Jenbacher Dieselmotorkarren, auch Büffel genannt mit einem Anhänger, zugelassen für den Personentransport auf Strassen
  • Mehrere unrestaurierte Spantenwagen, Güterwagen und ein Bahnpostwagen
  • Das Fragment der Dampflok 97 201

Die Ausrüstung der Werkstatt im Heizhaus:

  • Ein Hallenportalkran mit 3 Tonnen Hebekraft
  • Eine Achsabsenkvorrichtung
  • Eine beheizbare Motorenwerkstatt
  • Eine leider nicht beheizbare Schlosserei, mit Drehbank, Schweißplatz, Schleifmaschinen, einer noch nicht in Betrieb stehenden Fräsmaschine, mechanische Eisensägen, verschiedene Hebevorrichtungen, (Südbahnwinden) und natürlich jede Menge Handmaschinen und Handwerkzeug. Die Schlüsselweiten reichen von 6 mm bis 80 mm
  • Alle 7 Lokstände sind mit einer, teils beleuchteten Arbeitsgrube versehen.

Hier darf nicht unerwähnt bleiben dass, neben anderen, vor allem der Bürgermeister von Vordernberg, Walter Hubner, Kassier der Erzbergbahn, die Erzbergbahn nach Kräften unterstütz, wie beispielsweise: Strecke, Heizhausgelände und den Ankauf von Wagen usw. und dafür immer eine Art der Finanzierung fand.

 

Die Strecke Heizhaus – Vordernberg Markt ist für die Erzbergbahn lebenswichtig!

Die 1,9 km lange Verbindung zwischen Heizhaus mit den Remisen und dem Bahnhof Vordernberg Markt ist so quasi die Lebensader der Erzbergbahn. Nur im Heizhaus haben wir die Infrastruktur um die musealen Fahrzeuge zu warten bzw. die Strecke instand zu halten.

 

Diese 1,9 km lange Strecke ist immer noch Eigentum der ÖBB.

 

Chronologie der Bahn von Trofaiach Vordernberg Süd nach Vordernberg Markt der letzten Zeit:

2001 wurde der Personenverkehr eingestellt. Der Güterverkehr wurde ja schon viel früher eingestellt

Mit dem Bestandvertrag (Mietvertrag) GBÜK-S14-16753-2002 vom 26.8.2002 wurde die Befahrung des Streckenbandes von km 17,9 – 19,8; ermöglicht.

Der Verein Erzbergbahn betreibt Nostalgiefahrten mit musealen Fahrzeugen zwischen Heizhaus, (Vordernberg Süd) und Eisenerz. Diese Fahrten fanden nach dem Veranstaltungsgesetz mit Genehmigung, Aufsicht und Kontrolle der Bezirkshauptmannschaft Leoben statt.

Die ÖBB versuchten nach Einstellung des Verkehrs von Trofaiach nach Vordernberg Markt, diese an einen Nachbetreiber zu verkaufen. Es fand sich jedoch kein Interessent.

In weiterer Folge wurde der Verkauf mit einer Verkaufsumme von 820.000,00 EURO am freien Markt versucht. Man bemerke, es konnten 2002 die 16,6 km und das Heizhausgelände mit allen Gebäuden um eine Million Schilling erworben werden.

Im letzten Jahr wurde mehrmals von der ÖBB versucht die Strecke zwischen Heizhaus und Vordernberg Markt zu sperren, obwohl ein Mietvertrag bestand und diese Strecke periodisch von einem Eisenbahnsachverständigen der Bezirkshauptmannschaft geprüft und nach Erfüllung der jeweiligen Auflagen für den Betrieb frei gegeben wurde.

Der Jahresmietzins wurde, wie alle Jahre am Jahresende 2012 an die ÖBB überwiesen.

Im Jänner 2013 trifft ein Schreiben von der ÖBB, datiert mit 15.01. 2013 ein. In diesem wird die Kündigung zum 31.01 2013 unter Einhaltung der viermonatigen Kündigungsfrist mit 31.05.2013 ausgesprochen.

Die geordnete Übergabe des Streckenbandes wurde mit Datum 29.Mai 2013 festgelegt.

Am 29. Mai 2013 wurde die Strecke mit 4 Mitarbeitern der Erzbergbahn und 5 Angestellten der ÖBB begangen. Dabei wurde festgestellt, dass nachfolgende Mängel auf Kosten der Erzbergbahn zu beheben sind.

 

Bahn-km 19,441: schadhafte Bedielung bei Brücke

Bahn km 18,390: Abbruch eines Teiles der Stützmauer

Bahn-km 18,027: Durchlass samt Entwässerungsanlage ist verlegt

Viadukt: Entfernung von Bewuchs (kleine Bäume) auf Stützmauer

Stromkabel für Beleuchtung ist offen im Bereich der Brücke verlegt

Weidezaun über Brücken

 

Der Verein Erzbergbahn hat sich bereit erklärt diese Mängel bis 30. Juni 2013 zu beseitigen. Sollte dies nicht bis 30. Juni 2013 erfolgt sein, wird die Beseitigung der Mängel von der ÖBB auf Kosten des Vereines Erzbergbahn durchgeführt.

Dazu gibt es allerdings eine Auflage. Zitat aus einem Schreiben der ÖBB:

Für die Behebung des Mangels an der Stützmauer kann jedes Fahrzeug benutzt werden, dass eine Benützung der Gleise nicht erfordert. Ob das ein Zweiwegefahrzeug, welches nicht schienengebunden fährt, oder ein anderes Gerät ist, ist irrelevant.

Ein weiteres Zitat aus einem Schreiben der ÖBB:

Da wir als ÖBB den gegenständlichen Streckenabschnitt ebenfalls nicht mehr befahren dürfen (Strecke ist eingestellt)............

 

Ab 1. Juni 2013 keine Fahrten mehr möglich.

Bedingt durch den Abbau der Oberleitung am Streckenabschnitt Trofaiach, Vordernberg Süd gab es ein Pressegespräch mit der „Kleinen Zeitung“ im Heizhausgelände.